Vermischtes - Verkehr

Polizisten setzen neue Methode gegen Abstandssünder ein

10.03.2010 - 19:47 Uhr

Bei der bundesweiten Premiere 22 Verkehrssünder ermittelt

Rotenburg (ddp-nrd). Herkömmliche Radar-Geschwindigkeitsmesser sind von Beamten der Autobahnpolizei Sittensen jetzt erstmals auch zur Ermittlung von Abstandssündern unter Lkw-Fahrern eingesetzt worden. Bei der von ihnen erfundenen bundesweit einmaligen Methode machen sich die Beamten den sogenannten Zeitstempel der Geschwindigkeitsmessung zunutze, wie ein Polizeisprecher in Rotenburg (Wümme) am Mittwoch sagte. Aus der ermittelten Zeitdifferenz zweier hintereinander fahrender Lastwagen können die Polizisten mit dem Verfahren bestimmen, ob der erforderliche Sicherheitsabstand eingehalten wurde.

Bei der bundesweiten Premiere am Dienstag auf der Autobahn 1 im Landkreis Rotenburg (Wümme) erwischte die Autobahnpolizei gleich 22 Verkehrssünder, die den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hatten. Derzeit müssen die Beamten den Abstand aus den gewonnenen Daten allerdings noch selbst errechnen. Die Herstellerfirma des Geschwindigkeitsradars prüft jetzt, wie sich die Methode der Beamten technisch komfortabler umsetzen lässt, um ihnen das Kopfrechen zu ersparen.

Lastkraftwagen über 3,5 Tonnen müssen den Angaben zufolge bei einer Geschwindigkeit von mehr als 50 Stundenkilometern einen Mindestabstand von 50 Metern einhalten. Fahrer, die sich daran nicht halten, riskieren ein Bußgeld von 80 Euro und drei Punkte in Flensburg.

(ddp)

10.03.2010 - 19:47 Uhr | News-ID: 45358 | 16 Aufrufe

Schlagworte: Vermischtes Meldung Verkehr Abstandsünder Messgerät Rotenburg

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