Wirtschaft

«Größer war die Grüne Woche noch nie»

24.12.2009 - 10:16 Uhr

Die Messe sieht sich auf dem Weg zum Weltagrargipfel

Berlin (ddp-bln). Auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) vom 15. bis 24. Januar 2010 wird von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise nach Einschätzung der Messe Berlin nichts zu spüren sein. Wie in den vergangenen Jahren würden wieder rund 1600 Aussteller aus mehr als 50 Ländern erwartet, sagte IGW-Pressesprecher Wolfgang Rogall. Auch die vermietete Fläche werde mit rund 115 000 Quadratmetern so groß sein wie in den Vorjahren. «Größer war die Grüne Woche noch nie», fügte Rogall hinzu.

So erwarte die IGW wie im Vorjahr 400 000 Besucher, davon ein Viertel Fachbesucher. Rogall erklärte den anhaltenden Erfolg der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau damit, dass Lebensmittelhersteller und Produzenten agrarischer Produkte die Leistungsschau als Marketingplattform nutzten und den direkten Kontakt zum Kunden suchten.

Der Verbraucher nehme die Messe einerseits wegen der Präsentation einer Vielfalt von kulinarischen Spezialitäten in Verbindung mit touristischen und kulturellen Angeboten sehr gut an. Andererseits werde der Kunde auch immer kritischer. «Der Verbraucher will wissen, wie Landwirtschaft und Ernährungsindustrie funktionieren, woher Lebensmittel stammen, wie sie hergestellt werden und was drin ist», sagte Rogall.

Neben dem Geschehen in den Messehallen wachse die Bedeutung der IGW als Diskussionsplattform für Politiker, Lobbyisten und Hersteller. Mehr als 300 Konferenzen, Tagungen und Seminare stünden auf dem Programm. Es würden Ernährungs- und Landwirtschaftsminister aus vier Kontinenten erwartet, sagte der IGW-Sprecher. Die Konferenzen auf der IGW thematisierten unter anderem die drängenden Fragen der Menschheit wie Ernährungssicherheit und Klimawandel. «Die Grüne Woche entwickelt sich zu einem Weltagrargipfel», sagte Rogall.

(ddp)

nachrichten, presse, verlag, zeitschrift, aktuelle nachrichten, artikel, zeitschriften, zeitungen, medien, politik, wirtschaft, kultur