Wirtschaft - Brauereien
Anbaufläche für Gerste seit Ende der 90er Jahre mehr als halbiert
24.07.2010 - 14:17 Uhr
Noch etwa 360 000 Hektar übriggeblieben
Stuttgart (ddp.djn). In Deutschland wird immer weniger Gerste angebaut. Von fast 850 000 Hektar Fläche Ende der 1990er Jahre seien noch etwa 360 000 Hektar übriggeblieben, berichtete die in Stuttgart erscheinende Zeitung «Sonntag Aktuell» unter Berufung auf die Braugerstengemeinschaft. Bei einem Gesamtminus von fast 60 Prozent habe sich der Schwund in den vergangenen Jahren noch beschleunigt. «Langfristig laufen wir in eine massive Unterversorgung rein», sagte der Geschäftsführer der Münchner Braugerstengemeinschaft, Walter König, dem Blatt.
Laut König besteht die Gefahr, dass die zum Bierbrauen benötigte Menge Gerste dauerhaft nicht mehr im Inland erzeugt werden kann. Schon heute fehlten den Mälzereien rein rechnerisch 450 000 Tonnen heimische Braugerste pro Jahr. Die Lücke deckten sie mit Billig-Importen aus Frankreich, Polen und Skandinavien.
Denn Gerste, die auf einem Hektar in Deutschland wächst, würde zurzeit 500 bis 600 Euro einbringen. Erst bei 1000 Euro würde sich der Anbau für die Landwirte langsam wieder lohnen.
(ddp)
24.07.2010 - 14:17 Uhr | News-ID: 69432 | 72 Aufrufe
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