Vermischtes - Prozesse
Angeklagter im Memminger Ekelfleisch-Prozess bestreitet Vorwürfe
10.11.2009 - 10:31 Uhr
Zum Prozessauftakt verlasen beide Verteidiger des Angeklagten ausführliche Erklärungen
Memmingen (ddp-bay). Vor dem Landgericht Memmingen hat am Dienstag der Prozess gegen einen früheren Illertissener Kühlhausbetreiber begonnen. Der 45-jährige Gerhard K. soll laut Anklage fast 700 Tonnen Ekelfleisch widerrechtlich gelagert und knapp die Hälfte davon als lebensmitteltauglich an nichtsahnende Kunden verkauft haben.
Zum Prozessauftakt verlasen beide Verteidiger des Angeklagten ausführliche Erklärungen. Darin wiesen sie alle Vorwürfe gegen K. zurück. Er habe zu keinem Zeitpunkt sogenannte K-3-Ware als lebensmitteltauglich verkauft. K-3-Ware sind Schlachtabfälle, die nicht zur Lebensmittelherstellung, sondern nur für die Tierfutterproduktion verwendet werden dürfen.
Die beiden Rechtsanwälte sagten, die Kontrollen, für die der Angeklagte selbst viel Geld ausgegeben habe, seien so gut gewesen, dass gar nichts habe schief gehen können. Die Veterinäre sowohl in Deutschland als auch in Russland, wohin ein großer Teil der Ware geliefert wurde, seien zufrieden gewesen. Laut Verteidiger wurde in der Firma des Ex-Kühlhausbetreibers vorbildlich kontrolliert und gearbeitet.
Zu dem Prozess sind fast 30 Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Sechs Verhandlungstage hat die Erste Strafkammer zunächst angesetzt.
(ddp)
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10.11.2009 - 10:31 Uhr | News-ID: 20936 | 5 Aufrufe
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Aktualisierung dieser Meldung am 10.11.2009 - 15:31 Uhr





