Vermischtes

Künast ist angesichts der Verschuldung gegen Olympia 2020 in Berlin

13.07.2011 - 16:37 Uhr

Wowereits Vorstoß abgelehnt

Berlin (dapd-bln). Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast ist gegen den Vorstoß von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) für eine Bewerbung der Hauptstadt um die Olympischen Sommerspiele 2020. Angesichts der Haushaltsnotlage müsse Berlin zunächst seine Finanzen konsolidieren, sagte Künast am Mittwoch. Um Olympische Spiele auszurichten, seien Investitionen notwendig. Dies könne die Stadt im Moment nicht allein stemmen. Eine 1994 gebaute Schwimmhalle entspreche sicher nicht den heutigen Anforderungen, sagte Künast.

Ohnehin müsse sich Berlin vor einer Bewerbung mit den übrigen Bundesländern abstimmen, "ob sie dies auch wollen". Angesichts der Dimension der Sommerspiele sei die Stadt auf Austragungsorte außerhalb Berlins angewiesen, erklärte die Grünen-Politikerin.

Wowereit hatte in einem Zeitungsinterview erklärt, Berlin habe alle Voraussetzungen: "die Stadien, die Infrastruktur, die Hotellerie, die Begeisterung der Menschen für den Sport". Die Olympischen Spiele seien ein Identifikationsprojekt, hinter dem sich die ganze Stadt versammeln könne. Außerdem bedeuteten sie weltweite Werbung für Berlin. Am Mittwoch wollte das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes über eine mögliche nächste Olympiabewerbung Deutschlands beraten.

Künast zeigte sich aber grundsätzlich offen für Olympische Spiele in der Hauptstadt. "Lieber 2024 als 2020", erklärte sie. Dabei müsse jedoch berücksichtigt werden, ob sich München nach seiner gescheiterten Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 erneut bewerben wolle.

(dapd nachrichtenagentur)