Politik - Parteien
Linke schadenfroh über interne Querelen der FDP
13.12.2010 - 20:04 Uhr
Der stellvertretende Fraktionschef Maurer sieht gar Schwarz-Gelb insgesamt in der Krise
Berlin (dapd). Die innerparteiliche Kritik des schleswig-holsteinischen FDP-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Kubicki am Zustand der Liberalen sorgt für Schadenfreude bei der Linken. "Es freut mich, dass die FDP, die uns ja immer ungerechtfertigterweise eine Nähe zur DDR unterstellt hat, ein solches Thema an der Backe hat", sagte Linke-Parteichef Klaus Ernst am Montag in Berlin. Kubicki hatte im "Spiegel" den Zustand der FDP als desolat bezeichnet und mit der "Spätphase der DDR" verglichen, die schließlich implodiert sei.
"Eine Implosion ist zwar nicht zu erwarten, aber die FDP ist sicherlich nicht mehr auf der Höhe der Zeit", sagte Ernst. Die Liberalen entwickelten sich immer mehr "zu einer reinen Klientel- und Lohndrückerpartei".
Der stellvertretende Vorsitzende der Linke-Bundestagsfraktion, Ulrich Maurer, bezog in seine Kritik gleich die gesamte Regierungskoalition ein: "Schwarz-Gelb reißt in seinem Sinkflug das ganze Land in den Abgrund", sagte Maurer mit Blick auf die aktuellen Umfragewerte von Union und FDP. Die Hofierung von Wirtschaftskonzernen und Lobbyisten durch die Bundesregierung vertiefe "die soziale Spaltung in Deutschland und Europa", fügte er hinzu.
(dapd nachrichtenagentur)
13.12.2010 - 20:04 Uhr | News-ID: 91892 | 148 Aufrufe
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