Kultur

Meat Loaf beklagt die Faulheit in der Musikbranche

02.05.2010 - 11:10 Uhr

«Wenn man nach einer Show noch Energie hat, in eine Bar zu gehen, hat man das Publikum bestohlen»

München (ddp). Rock-Sänger Meat Loaf geht hart mit der Musikindustrie ins Gericht. «Die ganze Branche ist faul geworden und sucht lahme Ausreden wie die illegalen Musik-Downloads, die angeblich an der Krise schuld sind», sagte der als Marvin Lee Aday geborene Sänger dem Nachrichtenmagazin «Focus». Er störe sich an der Selbstgefälligkeit vieler Kollegen, betonte der 62-Jährige.

Für seine Fans gibt Meat Loaf nach eigenen Angaben alles. «Wenn man nach einer Show noch Energie hat, in eine Bar zu gehen, hat man das Publikum bestohlen», sagte er. Er selbst sei zu Beginn seiner Laufbahn von seinem Management betrogen worden. An seinem ersten Erfolgsalbum «Bat Out Of Hell», das sich seit 1977 rund 43 Million Mal verkaufte, habe er so gut wie nichts verdient. «Ich hatte zu dieser Zeit nicht mal das Geld für einen Anwalt.» Im Laufe seiner mehr als 35 Jahre andauernden Karriere verkaufte Meat Loaf über 75 Millionen Tonträger. Sein neues Album «Hang Cool Teddy Bear» ist gerade herausgekommen.

Seine jahrelange Alkohol- und Drogenabhängigkeit hat der Rocksänger mittlerweile überwunden: «Heute bin ich nur noch süchtig nach 'BattleKnight', einem Online-Rollenspiel, das übrigens aus Deutschland stammt.» Computerspiele seien seine Meditation, weil sie sein Hirn ausschalteten.

(ddp)

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