Politik - Parteien
Meinungsforscher: Aufschwung käme Merkel und Guttenberg zugute
08.08.2009 - 14:16 Uhr
Die Kanzlerin habe sich als «Kümmerin» um die Sorgen der Menschen profiliert
Berlin (ddp). Nach Ansicht des Chefs des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, würde die SPD selbst bei einem Wirtschaftsaufschwung in der Wählergunst kaum zulegen. Von einer sich erholenden Wirtschaft dürfte in erster Linie die Union mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) profitieren. Die Kanzlerin habe sich als «Kümmerin» um die Sorgen der Menschen und Guttenberg als den großen Konzernen gegenüber eher distanzierter Ressortchef profiliert, sagte Güllner der «Welt am Sonntag».
Der SPD fehle hingegen in der Einschätzung der Bürger trotz des Deutschland-Plans von Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier nach wie vor die ökonomische Kompetenz. «Sie dürfte kaum davon profitieren, wenn es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht», sagte Güllner.
Laut Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner nützt es neben der Union auch der FDP, wenn das Thema Wirtschaft im Wahlkampf eine stärkere Rolle spielt als bisher. «Es ist jedoch unerheblich, ob sich die Wirtschaft im Auf- oder im Abschwung befindet», sagte Schöppner dem Blatt. Entscheidend sei, den Bürgern den Zusammenhang von Wirtschaft und Arbeitsmarkt klarzumachen. Dass die SPD durch eine Besserung der wirtschaftlichen Lage an Stimmen zulegen könnte, glaubt dem Bericht zufolge auch Schöppner nicht.
(ddp)
08.08.2009 - 14:16 Uhr | News-ID: 2236 | 140 Aufrufe
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