Vermischtes - Kriminalität

Merk fordert lange Haft für Doping und Sportbetrug

26.11.2009 - 07:33 Uhr

Bayern hatte bereits vor drei Jahren ein Anti-Doping-Gesetz vorgeschlagen

München (ddp). Nach dem Willen des bayerischen Justizministeriums soll Betrug im Sport künftig als Verbrechen geahndet werden. Die «Süddeutsche Zeitung» (Donnerstagausgabe) berichtete vorab, Ministerin Beate Merk (CSU) habe einen Entwurf für ein Bundes-Sportschutzgesetz ausgearbeitet, nach dem Doping, Bestechung, Bestechlichkeit und sonstige betrügerische Manipulation verfolgt werden sollten. Bayern wolle den Gesetzentwurf in den Bundesrat einbringen.

Gegen Sportbetrüger solle künftig mit allen strafprozessualen Möglichkeiten bis hin zur Telefonüberwachung ermittelt werden können, schrieb das Blatt. Doping solle in all seinen Erscheinungsformen bestraft werden. Das betreffe auch Eigenblutdoping, das derzeit nicht strafbar ist. Die Strafbarkeit solle auf Sportler ausgeweitet werden. Ärzte, Trainer und Sportfunktionäre sollten schon bestraft werden können, wenn sie andere zum Gebrauch von Dopingmitteln verleiten. Die Strafen sollten bis zu 10, bei gewerbsmäßigem Doping bis zu 15 Jahren Haft reichen.

Bayern hatte bereits vor drei Jahren ein Anti-Doping-Gesetz vorgeschlagen.

(ddp)

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