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Söder verfünffacht Zuschüsse für Hütten und Wege in den Alpen

13.11.2009 - 16:47 Uhr

Der DAV verzeichnet seit Jahren stetig wachsende Mitgliederzahlen

Kempten (ddp-bay). Die staatlichen Fördermittel für den Unterhalt von Hütten und Wegen im Deutschen Alpenraum werden verfünffacht. Mit der Zusage, 50 Prozent der Kosten für die Wege im Gebirge zu übernehmen, überraschte Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) am Freitag die mehr als 600 Delegierten des Deutschen Alpenvereins (DAV), die sich bis Samstag zu ihrer Jahreshauptversammlung in Kempten treffen.

Bis zu 620 000 Euro hat das Ministerium im Doppelhaushalt 2009/10 als jährliche Fördermittel eingestellt und damit eine Entscheidung der Regierung Stoiber rückgängig gemacht, die den Zuschuss für den Alpenverein drastisch gekürzt hatte. Er brauche den DAV mit seiner Erfahrung und der fast 140-jährigen Tradition als Partner in der Klimaschutz-Allianz, erklärte Söder bei einer Pressekonferenz vor dem Beginn der Hauptversammlung.

Nach Einschätzung der Klimaforscher, so der Minister, würden sich die Vegetationszonen auf der Erde um 200 bis 300 Kilometer nach Norden sowie um 200 bis 300 Meter in höhere Lagen ausdehnen. Dies werde erhebliche Auswirkungen auf das Ökosystem der Alpen haben. Als Zeichen der Wertschätzung für den DAV werde er noch während der Hauptversammlung in Kempten einen Aufnahmeantrag unterschreiben und DAV-Mitglied der Sektion Nürnberg werden, kündigte Söder an.

Der DAV verzeichnet seit Jahren stetig wachsende Mitgliederzahlen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Der mit insgesamt rund 830 000 Mitgliedern größte Bergsportverband der Welt will sich in Kempten unter anderem mit dem Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Alpinsport beschäftigen. «Wir werden uns verstärkt der Raumordnung widmen», kündigte DAV-Präsident Heinz Röhle an.

(ddp)

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