Vermischtes - Medien
SWR rechnet mit zehn Millionen Euro weniger Gebühreneinnahmen
04.12.2009 - 21:16 Uhr
SWR-Intendant Boudgoust kündigt Sparmaßnahmen an
Stuttgart (ddp). Der Südwestrundfunk (SWR) rechnet im kommenden Jahr mit zehn Millionen Euro weniger Gebühreneinnahmen als 2009 und will deswegen sparen. SWR-Intendant Peter Boudgoust sagte am Freitag in Stuttgart, die Situation erfordere «Maßnahmen, die deutlich über eine reine Konsolidierung hinaus gehen». Der erwartete Rückgang ist laut einem SWR-Sprecher im Vergleich zu der Entwicklung der vergangenen Jahre drastisch. Der Rundfunkrat genehmigte am Freitag den Haushaltsplan 2010.
Trotz rückläufiger Gebührenerträge seien aber Investitionen in die programmliche Zukunft nötig, hieß es. Boudgoust sagte, mit dem Haushalt 2010 «beginnt für den SWR eine Zeit der Veränderungen». Neben dem Ausgleich der Einnahmeausfälle müssten Mittel «in nicht unerheblicher Höhe» in neue Strukturen, Formate und Verbreitungswege investiert werden. Es gebe keine Alternative zu einer Modernisierung des SWR durch den eingeleiteten Strategieprozess. Die «strategische Neuausrichtung» werde auch dazu beitragen, die absehbaren Finanzprobleme zu lösen.
Insgesamt plant der SWR für 2010 mit Erträgen in Höhe von 1,15 Milliarden Euro unter anderem aus Gebühren und Werbung. Dies sind 16,6 Millionen Euro weniger als 2009. An Aufwendungen plant der Sender 1,14 Milliarden Euro ein. Dies sind 2,6 Millionen Euro weniger als 2009.
Der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Ulrich Müller, sagte, der Haushalt 2010 sei der letzte, «der auf einer noch relativ guten Ertragslage aufbauen kann». Er sei «das Bindeglied von einer Phase des Aufbaus zu einer Entwicklungsphase des Umbaus». Auch die Frage einer verstärkten arbeitsteiligen Kooperation innerhalb der ARD werde immer wichtiger, ebenso «die Nachfolgelösung für die heutige Rundfunkgebühr».
(ddp)
04.12.2009 - 21:16 Uhr | News-ID: 26196 | 83 Aufrufe
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