Politik - Parteien
Schavan: Die Kirchen wissen, was sie an der Union haben
24.12.2009 - 10:45 Uhr
«Die CDU braucht Kraft für Neues, ohne dabei ihre Identität zu verlieren»
Hamburg (ddp). Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Annette Schavan sieht Befürchtungen, die Union entfremde sich von christlichen Kirchen, als unbegründet an. «Die CDU hat nie ein Monopol für christliche Politik beansprucht», sagte die Bundesbildungsministerin dem «Hamburger Abendblatt» (Weihnachtsausgabe). «Zugleich wissen die Kirchen, was sie an uns haben.» Das C im Namen bleibe «Stachel im Fleisch der Partei», fügte sie hinzu. «Es gibt uns Orientierung über den Tag hinaus.»
Zugleich stehe die CDU für weitere Modernisierung, betonte Schavan. Der Veränderungsbedarf sei heute so gravierend wie vor 100 Jahren. «Die CDU braucht Kraft für Neues, ohne dabei ihre Identität zu verlieren», sagte Schavan.
Die frühere Vizepräsidentin des Zentralkomitees deutscher Katholiken (ZdK) zog zugleich Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Konservatismus in Zweifel. «Christentum war immer auch eine starke Kraft für Veränderung», sagte sie. «Große historische Aufbrüche haben zu tun mit dem Mut von solchen, die wir heute als Heilige verehren.» Schavan regte an, «leidenschaftlich darüber zu streiten, ob christlich und konservativ wirklich so eine große Nähe haben». Sie fragte: «War Jesus ein Konservativer?»
(ddp)
24.12.2009 - 10:45 Uhr | News-ID: 29866 | 25 Aufrufe
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