Wirtschaft

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen WestLB-Vorstände ein

29.07.2010 - 17:24 Uhr

Fischer muss 150 000 Euro zahlen

Düsseldorf (ddp.djn). Die Ermittlungen gegen zwei amtierende und mehrere ehemalige Vorstände der WestLB sind gegen Zahlung hoher Geldauflagen eingestellt worden. Das teilte der Düsseldorfer Staatsanwalt Johannes Mocken am Donnerstag mit.

Der ehemalige WestLB-Vorstandschef Thomas Fischer, der deswegen den Job verlor, muss nun 150 000 Euro zahlen. Ebenfalls 150 000 Euro zahlt der amtierende Vorstand Werner Taiber. Das Verfahren gegen Finanzvorstand Hans-Jürgen Niehaus wird gegen Überweisung von 75 000 Euro eingestellt. Das Landgericht stimmte den Einstellungen zu.

Insgesamt wurden laut Mocken die Ermittlungsverfahren gegen sechs Personen eingestellt. Bisher sei die Einstellung vorläufig und werde mit Zahlungseingang endgültig. Gegen neun Personen gingen die Ermittlungen weiter.

In dem Ermittlungsverfahren geht es um mehr als 600 Millionen Euro Spekulationsverluste im Eigenhandel der Bank im Jahr 2007. Im März 2007 geriet die WestLB ins Visier der Handelsüberwachungsstelle der Frankfurter Wertpapierbörse. Am 5. März 2007 waren ein Drittel aller an diesem Tag gehandelten VW-Aktien über die Bücher der WestLB gelaufen. Das führte zu dem Verdacht, dass im Eigenhandel der WestLB die Kurse von Volkswagen manipuliert wurden. Auch Geschäfte mit Aktien von BMW und Metro fuhren kräftige Verluste ein.

(ddp)

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