Vermischtes - Medien
Wohlfahrtsverband erhebt wegen «Hartz IV»-Bericht Vorwürfe gegen «Bild»
22.01.2010 - 14:17 Uhr
Der Verband hat den Deutschen Presserat aufgefordert, sich der Angelegenheit anzunehmen
Berlin (ddp). Der Paritätische Wohlfahrtsverband erhebt nach der «Bild»-Berichterstattung über «Hartz IV» Vorwürfe gegen das Blatt. Die Berechnungen, die die Zeitung unter der Überschrift «Macht ´Hartz IV´ faul?» am 19. Januar veröffentlicht habe, seien allesamt falsch und in der deutlichen Absicht manipuliert, Stimmung gegen «Hartz IV»-Bezieher zu machen, teilte der Verband am Freitag in Berlin mit.
Der Verband wirft der «Bild» vor, bei den Vergleichsrechnungen zwischen dem verfügbaren Einkommen von Familien im «Hartz IV»-Bezug und Haushalten von Geringverdienern wichtige Einkommensquellen systematisch unterschlagen zu haben. «Hätte ´Bild´ richtig gerechnet, hätte sie jedoch keine Schlagzeile gehabt. In Wirklichkeit ist der Lohnabstand bei allen dargestellten Haushalten gewahrt», sagte der Hauptgeschäftsführer des Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider. «Was hier passiert, ist verantwortungslose Stimmungsmache mit falschen Fakten. Dies ist schon mehr als schlampiger Journalismus.»
Der Verband hat den Deutschen Presserat aufgefordert, sich der Angelegenheit anzunehmen. «In der aktuell aufgeheizten Debatte wird mit solchen Falschinformationen Politik gemacht. ´Bild´ muss deshalb eine Richtigstellung vornehmen», forderte Schneider.
«Bild» wollte sich auf ddp-Anfrage zunächst nicht äußern und die Berechnungen überprüfen.
(ddp)
22.01.2010 - 14:17 Uhr | News-ID: 35289 | 34 Aufrufe
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