Vermischtes

Zoo schließt nach Angriff auf Pflegerin Konsequenzen für Tiger aus

21.12.2009 - 15:33 Uhr

Unterdessen wurde bekannt, dass der Vorfall nicht der erste mit dem Tiger war

Aschersleben (ddp-lsa). Zwei Tage nach dem Angriff eines bengalischen Tigers auf eine Pflegerin im Tierpark Aschersleben hat die Zooleitung Konsequenzen für das Tier ausgeschlossen. Die Raubkatze zeige kein gesteigertes aggressives Verhalten und werde nicht eingeschläfert, teilte der Tierpark am Montag mit. Der Tiger habe mit dem Angriff möglicherweise auf die Verletzung seines Reviers reagiert, sagte Zooleiter Dietmar Reisky.

Eine 30 Jahre alte Tierpflegerin war am Samstag von dem Tiger angegriffen und schwer verletzt worden. Die Frau war mit der Reinigung des Käfigs beschäftigt, als das weiße Tigermännchen durch eine nicht geschlossene Schleuse zurückkam. Er griff die Pflegerin von hinten an, packte sie am Hals und zerrte sie ins Freie. Ein Mitarbeiter konnte das Tier abdrängen und im Käfig einsperren. Die Pflegerin wird in der Universitätsklinik Magdeburg behandelt. Ihre Verletzungen sind laut Polizei nicht lebensbedrohlich.

Unterdessen wurde bekannt, dass der Vorfall nicht der erste mit dem Tiger war. Im Februar 2008 hatte der Tiger ein 17 Jahre altes Weibchen angegriffen und dem Tier die Kehle durchbissen.

(ddp)

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