Vermischtes - Medien
Zweite Tarifrunde für Zeitschriftenredakteure ohne Ergebnis
23.11.2009 - 20:01 Uhr
DJV und ver.di wollen gefordert Tarifeinschnitte nicht akzeptieren
Hamburg (ddp). Auch die zweite Verhandlungsrunde über einen neuen Manteltarifvertrag für die rund 9000 Zeitschriftenredakteure in Deutschland ist ohne Ergebnis geblieben. Wie der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) am Montag in Hamburg mitteilte, beharrten die Verleger auf ihrer Forderung nach Tarifeinschnitten. Dazu gehörten unter anderem Einsparungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld, weniger Urlaubstage und eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit. Der DJV und die Gewerkschaft ver.di hatten unter anderem einen Rechtsanspruch auf bezahlte Berufsqualifizierung sowie die Einbeziehung der Online-Journalisten in die Tarifverträge gefordert.
Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) teilte mit, angesichts der strukturellen Krise der Verlage könne ein neuer Manteltarifvertrag nur abgeschlossen werden, wenn er der Situation der Verlage gerecht werde. Die Gewerkschaften hätten aber auch jetzt keine Bereitschaft gezeigt, einen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Die Verleger hätten Vorschläge unterbreitet, die keinen Kahlschlag bedeuteten. So gehe es bei längeren Arbeitszeiten nicht um die Ausweitung der Arbeitszeit auf eine starre Größe, sondern um einen Korridor, der den Anforderungen in den Redaktionen besser entspreche.
Der VDZ hatte den laufenden Manteltarifvertrag Ende Juni unter Verweis auf die «extreme wirtschaftlichen Lage» der Verlage zum Jahresende gekündigt. Der DJV warf den Verlegern vor, «die gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten mancher Verlage als Vorwand für Tarifdumping» zu nutzen. Die dritte Tarifrunde soll am 21. Januar 2010 in Berlin stattfinden.
(ddp)
23.11.2009 - 20:01 Uhr | News-ID: 23760 | 20 Aufrufe
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