Baden Württemberg: Schwein verbrennen in Mastanlage
Kritik an Tierhaltung
Wieder einmal mussten Tierschützer schreckliche Ereignisse in einem Tierbetrieb in Westhausen-Lippach verzeichnen. Dort kamen 2300 Schweine im Feuer um. Aber auch in der Vergangenheit gab es immer wieder derartige Vorfälle. Bei einer Schweinezucht- und Mastanlage der Alkersleben GmbH schlug am Abend des 22. Juni 2011 der Blitz ein, was zur Folge hatte, dass die Belüftungsanlage ausfiel und mehr als 3.000 Ferkel ganz qualvoll ersticken mussten. In einem anderen Fall in Altomünster im Landkreis Dachau sind bei einem Brand am 29. Juni 2011 um die 100 Rinder verbrannt. Die 80 Einsatzkräfte der Feuerwahr und der Bauer konnten lediglich 40 der insgesamt 140 Tiere rechtzeitig aus den Flammen holen.
Diese Katastrophen zeigen deutlich, dass die Tiere als Ware angesehen werden, die man in riesigen Stallanlagen „lagert“. Sie leben und dienen lediglich zu unserer Bedürfnisbefriedigung. Doch wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass der Mensch auch Verantwortung gegenüber den Tieren übernehmen muss. Wenn die Luft in Stallungen ohne Belüftungsanlagen zu Erstickungen führt und die Tiere bei Feuer keine Chance haben sich selbst zu retten ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass die Haltungsbedingungen und unsere Einstellungen gegenüber den Tieren deren Bedürfnisse nicht beachten. Dies ist einer Zivilgesellschaft unwürdig.
PETA Deutschland e.V. fordert daher den Ausstieg aus der industrialisierten Tierhaltung und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren, die von uns abhängig sind.
Sabine Weick